Neuigkeiten um und aus dem Betrieb des Biomasseheizkraftwerkes

Frühjahr 2016: Lange Nacht der umweltfreundlichen Energieversorgung in Steyr

Auch in diesem Jahr konnte jeder Interessierte und Wissbegierige die Erzeugung und Verteilung von nachhaltiger Wärme bei der Bioenergie Steyr und Fernwärme Steyr miterleben. Im Rahmen der langen Nacht der Forschung am 22. April 2016 nutzten rund 150 Besucher die Möglichkeit viel Wissenswertes über die Verwendung des Brennstoffes Waldhackgut zur Wärme- und Stromerzeugung, über den Wärmetransport mit Fernwärme sowie über die österreichische Energiewirtschaft zu erfahren.

Seit 2012 wird durch die Anlagen der Bioenergie Steyr und Fernwärme Steyr - Tochterunternehmen der Energie AG Wärme - die umweltfreundliche Energieversorgung unabhängig von fossilen Brennstoffen in Steyr sichergestellt. Das Biomasse-Heizkraftwerk der Bioenergie Steyr, aus dem die Wärme ausgekoppelt wird, wird mit naturbelassenem Holz aus der Region befeuert. Durch das Projekt kann eine CO2-Einsparung von 43.000 Tonnen pro Jahr erzielt werden. 12.000 Haushalte, Betriebe und Industrieunternehmen können somit mit erneuerbarer und CO2-neutraler Wärme sowie mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden.

(am Foto: Bernhard Baumgartner (links) führt Besucher durch das Kraftwerk)

 

August 2015: Fernwärme Steyr lädt Kunden zum Fest

Mittlerweile Tradition hat das jährliche Sommerfest der Fernwärme Steyr und Bioenergie Steyr. So ließen es sich auch heuer mehr als 100 Kunden und Anrainer nicht nehmen, gemeinsam die abgeschlossene Heizsaison zu feiern und einen Blick hinter die Kulissen des Biomasse-Kraftwerks zu werfen.

7.500 Wohneinheiten und zahlreiche gewerbliche und industrielle Objekte profitieren von diesem Vorzeigeprojekt, welches als gemeinsames Projekt der Energie AG Oberösterreich Wärme GmbH und die EVN Wärme GmbH verwirklicht wurde. So zählen das BMW Werk Steyr, der Fahrzeughersteller MAN, SKF Österreich und wesentliche Wohnbauträger zu den größten Wärmeabnehmern, welche seit Jahren mit "grüner" Wärme heizen.

Im Zuge des Sommerfestes fand ebenfalls die Scheckübergabe des Fachverbandes Gas-Wärme an die Studentin Sarah Wieser statt. Diese hat ihre Bachelorarbeit an der Universität für Bodenkultur in Wien mit dem Titel "Technisch-wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Stromerzeugung aus biogenen Festbrennstoffen in Österreich" in Kooperation mit der Bioenergie Steyr verfasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Foto: Peter Jurik (FV Gas-Wärme), Andreas Oberhammer (GF Bioenergie Steyr), Katalin Andrea Griessmair (FV Gas-Wärme), Rainer Lachberger (GF Bioenergie Steyr), Adolf Punz (GF Energie AG Wärme, Vorsitzender des Marketingausschusses des FV Gas-Wärme), Sarah Wieser, Josef Postl (GF Fernwärme Steyr), Josef Stegh (Bürgermeister Gemeinde Behamberg), Wilhelm Hauser (Vizebürgermeister Stadt Steyr), Bernhard Baumgartner (GF Fernwärme Steyr)

 

 

August 2014: 1 Jahr Fernwärme aus Biomasse für Steyr

Die Fernwärme Steyr versorgt seit einem Jahr Teile der drittgrößten Stadt Oberösterreichs mit umweltfreundlicher Fernwärme aus heimischen Wäldern. Herzstück der oberösterreichisch-niederösterreichischen Naturwärme-Partnerschaft ist das Biomasse-Fernheizkraftwerk, das über ein derzeit rund 11 Kilometer langes Fernwärmeleitungsnetz das Stadtgebiet erschließt. Damit wurden im letzten Winter rund 7.500 Wohneinheiten sowie gewerbliche und industrielle Objekte mit Wärme und Strom aus Biomasse versorgt. Die ersten 100.000.000 kWh Wärme wurden bereits bis April 2014 produziert. Die Bioenergie Steyr GmbH sowie die Fernwärme Steyr GmbH -Tochterunternehmen von EVN und Energie AG Wärme verwirklichten in Steyr ein Vorzeigeprojekt, das auf erneuerbarer Energie basiert. Für das Jahr 2015 ist ein Netzausbau der Fernwärmeleitung in Richtung Stadthalle geplant. 

 

 

Am Foto: Bernhard Baumgartner GF Fernwärme Steyr, Walter Oppl (Vizebürgermeister Stadt Steyr), Josef Postl (GF Fernwärme Steyr), Hauser Wilhelm (Vizebürgermeister Stadt Steyr), Andreas Oberhammer GF Bioenergie Steyr

Am 28. August fand das Sommerfest der Bioenergie und Fernwärme Steyr statt. Kunden, Anrainer, Lieferanten, Mitarbeiter und viele mehr konnten sich über das Biomasse-Kraftwerk informieren und feierten die erste erfolgreiche Heizsaison. Auch in der bevorstehenden Heizsaison ist die Versorgungssicherheit gewährleistet. Das Biomasselager ist randvoll und reicht aus um die Stadt Steyr mehrere Monate mit Wärme aus Biomasse zu versorgen.

"In Steyr sorgt die hochmoderne Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, durch den Einsatz von rund 250.000 Schüttraummeter Hackschnitzel, für eine CO 2 -Einsparung von rund 43.000 Tonnen pro Jahr", so der Geschäftsführer der Fernwärme Steyr Josef Postl. Der überwiegende Teil der erforderlichen Biomasse stamme zudem aus der Region, was für eine nachhaltige regionale Wertschöpfung sorge. Eingesetzt wird Waldhackgut aus der Durchforstung der heimischen Wälder.

 

März 2014

Bürgermeister von Steyr Gerald Hackl besuchte am Ende der Heizperiode das Fernheizwerk Ramingdorf und überzeugte sich von der Leistungsfähigkeit der Anlage, die die Wärme für die Fernwärme Steyr GmbH erzeugt. Die Anlage hatte erstmals den gesamten Winter über rund 7.500 Wohneinheiten mit wohliger Wärme versorgt aber auch sehr viele gewerbliche und industrielle Objekte von Steyr. Dabei war auch eine unserer ersten Privatkundinnen Frau Scheulen die letztes Jahr die Wärmeerzeugung in Ihren Wohnhaus von einer Ölheizung auf die Fernwärmeversorgung umgestellt hatte. Frau Scheulen war ganz beeindruckt, wie leicht es eigentlich ist erneuerbare Energie für so eine große Stadt wie Steyr bereitzustellen und insbesondere die Versorgungssicherheit aufgrund des großen Brennstofflagers hat sie begeistert.

(vlnr.: BM Gerald Hackl, Traude Scheulen, Andreas Oberhammer, Bernhard Baumgartner)

Die Bioenergie Steyr und die Fernwärme Steyr kooperieren mit den Stadtbetrieben Steyr nun bereits ein Jahr und alle drei sind nun zum größten Fernwärmeversorger der Region geworden. Die Stadtteile Ennsleite, Resthof, Tabor und Münchholz sind nun im Rahmen dieser Kooperation mit erneuerbarer Energie versorgt.

 

September 2013

Das Heizkraftwerk wurde am 14. September offiziell eröffnet (v.l.n.r.: in Vertretung von OÖ-Energie-Landesrat Rudi Anschober LAbg. Ulrike Schwarz, VBgm. v. Steyr Wilhelm Hauser, Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich Dr. Leo Windtner, Vorstandsdirektor der Energie AG Oberösterreich Mag. Dr. Andreas Kolar, Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Josef Pühringer, in Vertretung von NÖ-Landeshauptmann Dipl.-Ing. Dr. Erwin Pröll Landesrat für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Dr. Stephan Pernkopf, EVN-Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr, Bundesrat Ing. Andreas Pum, Bgm. von Ramingdorf Mag. Karl Josef Stegh). Anschließend konnte die Bevölkerung im Rahmen eines Tags der offenen Tür das Heizkraftwerk besichtigen.

 

Juli 2013

Zwei Klassen der Landwirtschaftsschule Schlierbach besichtigten das Kraftwerk in Steyr mit großem Interesse.

 

Mai 2013

Im Eingangsbereich des Heizkraftwerkes sind Informationstafeln über Treibhausgase und die Auswirkungen von Kohlendioxid montiert worden. Diese Tafeln sind als spezielle Information für unsere interessierten Schüler und Studenten gedacht und wurden durch drei Jugendliche gemeinsam montiert. Das besondere dabei ist, dass sie gemeinsam den Text und Inhalt im Rahmen eines Ausfluges aus der Ausstellung Energie des Deutschen Museum ausgesucht haben, als Sie zu Ostern die BMW Welt in München besuchten. Das Holzbrett stammt noch aus der Fabrik die am Standort des Heizkraftwerkes bis in die 90er Jahre Holztreppen erzeugt hatte und wurde durch die Jugendlichen gemeinsam an der Wand montiert. Danach folgte die Auswahl der Reihenfolge und die Aufteilung der Tafeln, das Ausrichten mittels Wasserwaage und die Befestigung. So konnten Schüler für Schüler Informationen gestallten und wir von der Bioenergie Steyr werden die Weg der Informationsvermittlung in dieser Art weiter gehen.

 

Baufortschritt des Biomasseheizkraftwerkes

April 2013

Am Mittwoch, den 24.04.2013 wurde eine Großübung im neuen Heizwerk Ramingdorf mit insgesamt 6 Feuerwehren durchgeführt. Großübung Bioenergie Steyr/Ramingdorf

März 2013 

Im Rahmen der Fernwärmetage 2013 präsentierte die Bioenergie Steyr das Projekt vor einen interessierten Fachpublikum in Wien. So berichtet der Fachverband:" Auf der Tagung wurden auch neue, innovative Projekte der Fernwärme- und Fernkälteversorgung vorgestellt. Seit vergangenem Winter versorgt ein Biomassekraftwerk die oberösterreichische Stadt Steyr und die niederösterreichische Ortschaft Ramingdorf mit Strom und Wärme. Die Anlage wurde in Zusammenarbeit von EVN und Energie AG Oberösterreich gebaut. Der Projektverantwortliche, Dr. Andreas Oberhammer, informierte über die Arbeiten zur Errichtung der Anlage. Herzstück ist ein Biomassekessel mit einer Leistung von 30 MW, der mit Waldhackgut befeuert wird. Gleichzeitig mit der Errichtung des Kraftwerkes wurden in Steyr auch Fernwärmeleitungen mit einer Länge von 6,5 km verlegt. Im heurigen Jahr werden weitere 5 km folgen."

Den Vortrag können Sie auch unter folgendem Link nachlesen: http://www.gaswaerme.at/de/pdf/13-1/oberhammer.pdf

Februar 2013 

Der Bürgermeister, Gemeinderäte und Bürger der Gemeinde Dietach besichtigen das Heizkraftwerk. Sie sind von einer biogenen erneuerbaren Wärmeversorgung begeistert und so manch einer wünscht sich auch ein Anlage für Dietach. Wir sagen zu, einen Fernwärmeausbau Richtung Dietach in den nächsten Jahren zu prüfen.

Jänner 2013 

Nachdem die Inbetriebsetzung des Biomasseheizkraftwerkes und des Fernwärmenetzes gut funktioniert hatte, sind die Geschaftsführer (R. Lachberger, J.Postl, A. Oberhammer) und Ihr Team gut gelaunt und fröhlich.

 

Die Geschäftsführung der Fernwärme Steyr führte den Stadtteilverband Münichholz durch das Kraftwerk.

 

Die Ortsgruppe Münichholz des Pensionistenverbandes OÖ überzeugte sich selbst von der Produktion von Biowärme und -strom.

 

Dezember 2012

Bericht Planen, Bauen, Wohnen

 

September 2012

Vizebürgermeister Walter Oppl besuchte Anfang September die Baustelle in Ramingdorf. Die Geschäftsführung der Fernwärme Steyr (DI Josef Postl und Bernhard Baumgartner) berichteten über den aktuellen Stand des Fernwärmeleitungsbaus. Dr. Andreas Oberhammer (GF der Bioenergie Steyr) führte durch das Kraftwerk.

 

Der Bau des Heizkraftwerks sowie des Biomasselagers sind schon sehr weit vorangeschritten.

 

Auch der Bau der Ferwärmeleitung ist schon weit fortgeschritten.

 

August 2012

Seit Mitte August ist die Wasseraufbereitung betriebsbereit. Das Stadtwasser läuft über einen Ionenaustauscher wo die Härte gebunden wird. Danach durch einen Aktivkohlefilter um auch die geringsten Reste von organischen Bestandteilen zu beseitigen. Zur Erreichung der höchsten Reinheitsstufe wird dann das Prozesswasser durch die Umkehrosmose mit einer nachgeschaltenen Elektrodeionisation (Erklärung siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrodeionisation) geleitet. Mit diesem hoch aufbereiteten Wasser erfolgt nun die Füllung des Fernheiznetzes, wobei der pH-Wert durch Zugabe von geringsten Mengen an Natrium (etwa 2 - 5 mg Natrium/Liter; zum Vergleich Sodawasser hat in Deutschland mindestens 100 mg Natrium/Liter) eingestellt wird.

Die Feuerwehren von der Gemeide Behamberg haben im August das Fernheizwerk der Bioenergie Steyr besucht.

Juli 2012

Am 3. Juli besuchten Wirtschaftslandesrat KommR Viktor Sigl und Vizebürgermeister Gunter Mayrhofer die Baustelle und überzeugten sich von dem erfolgreichen Verlauf des Projekts.

v.l.n.r.: Wirtschaftslandesrat KommR Viktor Sigl, Geschäftsführer Fernwärme Steyr DI Josef Postl, Prokuristin der Bioenergie Steyr Mag. Ulrike Pölzl, Geschäftsführer Fernwärme Steyr Bernhard Baumgartner, Vizebürgermeister Gunter Mayrhofer

Juni 2012

Am 26. Juni besichtigten Stadtrat Markus Spöck und Magistratsdirektor Dr. Kurt Schmidl die Baustelle.

v.l.n.r.: Josef Meisinger, Geschäftsführer der Bioenergie Steyr Dr. Andreas Oberhammer, Ing. Kevin Leonhartsberger, Stadtrat Markus Spöck, Magistratsdirektor Dr. Kurt Schmidl , Geschäftsführer der Fernwärme Steyr Dipl.-Ing. Josef Postl

 

Am 08. Juni erfolgte die Anlieferung des Biomassekessels über einen Schwertransporter.

Mai 2012

Die Fenster wurden in die Warte eingebaut. Beim Bau wurde alles fertig betoniert und ist bis auf eine Wand fertig. Die jetzt noch durchzuführenden Betonierarbeiten betreffen den Turbinentisch, das Kranauflager und den Einbau der Stiegen und die Pumpenfundamente.

 

April 2012

20. April 2012: Die Bioenergie Steyr feiert die Dachgleiche des Biomassekraftwerkes. Zahlreiche Besucher aus Wirtschaft und Politik wohnten der Veranstaltung bei.

v.li.n.re.: Energie-Landesrat OÖ Rudi Anschober, Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner, LAbg. NÖ Michaela Hinterholzer, EVN-Vorstandssprecher Peter Layr, Agrar-Landesrat OÖ Max Hiegelsberger, zuständiger Ressortvorstand der Energie AG für Wärmeprojekte Andreas Kolar

Presseberichte:

"Kronen Zeitung" vom 21.04.2012 Seite: 23 Ressort: lokal O.Ö.,

Steyr -Stadt Der Bau des Biomasse-Fernheizkraftwerkes 

in Steyr macht große Fortschritte. Es liefert ab Dezember Bio-Fernwärme sowie Strom für jeweils 12.000 Haushalte in Steyr und angrenzenden Gebieten in Ober- und Niederösterreich. Energie AG und EVN investieren gemeinsam 36 Millionen Euro in den Standort.

 

"Kurier" vom 21.04.2012 Seite: 18 Ressort: Chronik Oberösterreich,

Energie Steyr bekommt Biomasse-Kraftwerk

Die Energie AG baut gemeinsam mit der niederösterreichischen EVN ein Biomasse-Fernheizwerk für Steyr . Gestern, Freitag, wurde bei dem Bau auf den Gemeindegebieten von Steyr und Ramingdorf/Behamberg die Dachgleiche gefeiert. Ab Dezember 2012 liefert das Kraftwerk Fernwärme und Strom für die Region. Durch den Einsatz von 250.000 Kubikmeter Hackschnitzel sollen jährlich 43.000 Tonnen pro Jahr eingespart werden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 36 Millionen Euro.  

 

"Neues Volksblatt" vom 21.04.2012 Ressort: Wirtschaft Linz

Kooperation mit Zukunfts-Charakter

36 Mio. Euro investieren die oö. und nö. Energieversorger Energie AG (EAG) und EVN in ein neues Biomasse-Blockheizkraftwerk im Gemeindegebiet von Steyr und Ramingdorf/Behamberg. Gestern wurde Dachgleiche gefeiert. Ans Netz gehen soll die Anlage im Dezember des laufenden Jahres.
EAG-Generaldirektor Leo Windtner betonte, dass es sich bei dem Projekt um einen Pionierschritt handle, der sogar von historischer Bedeutung sei. Man wolle damit auch zeigen, dass man eine Industriestadt wie Steyr mit großen Unternehmen wie BMW oder MAN umweltfreundlich mit Strom und Wärme aus Biomasse versorgen könne. EVN-Vorstandssprecher Peter Layr erklärte, dass man sich im Bereich der erneuerbaren Energieträger verbreitern wolle. Das Unternehmen investiere dafür am Heimmarkt bis zu 800 Mio. Euro und schaffe und erhalte so rund 20.000 Arbeitsplätze. Die Finanzierung des neuen Kraftwerks übernehmen beide Partner zu jeweils einem Drittel aus Eigenmitteln, das restliche Drittel wird durch ein Bankenkonsortium finanziert. Profitieren werden davon auch die umliegenden Landwirte, da die Biomasse aus dem Umfeld des Kraftwerkes kommen soll. Die thermische Leistung soll nach Angaben von EAG und EVN bei maximal 20 Megawatt liegen, die elektrische Leistung bei fünf MW. Das reiche aus, um rund 12.000 Haushalte und Betriebe in Steyr und Umland mit Wärme zu versorgen, rund 40 Mio. Kilowattstunden erzeugten Stroms sollen für weitere 12.000 Kunden reichen. Elf Kilometer ist das Leitungsnetz lang, laut Windtner will man bei weiteren Ausbauten Schritt für Schritt vorgehen.

  

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 23.04.2012 Seite: LST33 Ressort: Land & Leute

Steyr "importiert" Energie, ob erneuerbar oder Erdgas

EVN und Energie AG schicken ab nächstem Winter umweltfreundliche Wärme über die Landesgrenze STEYR , BEHAMBERG. Vor den Toren der Stadt steht ein neuer Eindringling. In Ramingdorf, noch auf blau-gelben Hoheitsgebiet, schmückten die Bauarbeiter am Freitag zur Feier des Tages einen mächtigen Rohbau mit einem Tannenbäumchen. Auf der Baustelle des 36 Millionen Euro teuren Biomassekraftwerkes der niederösterreichischen EVN und der oberösterreichischen Energie AG wurde Dachgleiche gefeiert. Schon im Dezember werden die Kessel mit Hackgut aus den Wäldern befeuert. Die 90 Gigawattstunden Wärme und 40 Gigawattstunden Strom pro Jahr sollen großteils in den "Export" gehen: Über die Landesgrenze nach Steyr . Energie-AG-Generaldirektor Leo Windtner ist das Engagement des Nachbarn willkommen. Mit dem Gemeinschaftsprojekt mit den Niederösterreichern sieht er in Steyr ein "neues Energiezeitalter" anbrechen, was nicht nur schöne Worte am Rednerpult sind. Die beiden Landeselektrizitätsgesellschaften sind die ersten, die mit 36 Millionen Euro für das Ramingdorfer Biomasseheizwerk einen richtigen Batzen Geld für die Versorgung Steyrs mit erneuerbarer Energie in die Hand nehmen, wenngleich zwei Drittel der Finanzierung über Banken erfolgt. Die Stadtwerke in Steyr hängen nämlich noch immer am Gashahn. Deren Wirtschaftsdenken sei "zu respektieren", sagte Windtner, die Abkehr vom fossilen Brennstoff nannte er eine "grundsatzpolitische Frage der Stadt". Die Landeshauptstadt Linz hätte jedenfalls schon die Fernwärme forciert und unter Bürgermeister Franz Dobusch werde der Gasverbrauch bewusst "kannibalisiert". EVN-Vorstandssprecher Peter Layr verwies darauf, dass die neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Ramingdorf jährlich 43.000 Tonnen Kohlendioxid und damit Treibhausgas einsparen werde: "Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Steyr geleistet", prophezeite er weniger Feinstaub. Vorerst wird ein Netz von elf Kilometern Rohrleitungen zu den Abnehmern verlegt. Mit den Stadtwerken wurde bislang in einem "Letter of Intent" Zusammenarbeit beim Kundenservice vereinbart. Für eine Beteiligung des städtischen Energieversorgers an ihrer "Bioenergie Steyr GmbH" seien Energie AG und EVN offen, sagten Windtner und Layr: "Wenn Russlands Wladimir Putin wieder den Gashahn drosselt, dann soll Steyr mit Fernwärme versorgt sein."  

 

APA0152 5 WI 0256 Fr, 20.Apr 2012

EAG und EVN feiern Dachgleiche von oö. Biomasse-Fernheizkraftwerk

Soll ab Dezember Strom und Fernwärme für Steyr und angrenzende Region liefern - Investitionsvolumen von 36 Mio. Euro Steyr (APA) - Die ober- und niederösterreichischen Landesversorger Energie AG (EAG) und EVN haben am Freitag die Dachgleiche eines neuen Biomasse-Fernheizkraftwerks gefeiert. Baubeginn für das 36-Mio.-Euro-Projekt in den Gemeindegebieten von Steyr und Ramingdorf/Behamberg (Bezirk Amstetten) an der Landesgrenze war im Herbst 2011. Ab kommendem Dezember sollen Strom und Fernwärme geliefert werden, hieß es in den Unterlagen zu einem Pressegespräch. "Wir setzen gemeinsam ein Zeichen, dass auch eine große Industriestadt wie Steyr umweltfreundlich mit Wärme und Strom aus Biomasse versorgt werden kann", betonte EAG-Generaldirektor Leo Windtner. Die EVN werde ihr Erzeugungsportfolio in den kommenden Jahren im Bereich der erneuerbaren Energieträger verstärken, so Vorstandssprecher Peter Layr. Das Unternehmen investiere dafür am Heimmarkt bis zu 800 Mio. Euro und schaffe bzw. sichere so rund 20.000 Arbeitsplätze ab. Das neue Fernheizkraftwerk wird nach Angaben der Betreiber über eine thermische Leistung von maximal 20 Megawatt und eine elektrische Leistung von 5 MW verfügen. EAG und EVN wollen rund 12.000 Haushalte und Betriebe in Steyr und der angrenzenden Region künftig mit Wärme versorgen. Die erzeugte Strommenge von etwa 40 Mio. Kilowattstunden (kWh) soll den Jahresbedarf von weiteren 12.000 Haushalten decken. Mit einer Reihe von Kunden seien bereits Verträge abgeschlossen, hieß es. Die Länge des Leitungsnetzes geben die Unternehmen mit circa 11 Kilometern an, die jährliche CO2-Einsparung mit 43.000 Tonnen.

März 2012

7.März 2012: Besuch des Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer Steyr DI Franz Schillhuber auf der Baustelle. Geschäftsführer der Fernwärme Steyr DI Josef Postl erläuterte das Versorgungsgebiet und den Bau der modernsten Biomassewärme-Erzeugungsunganlage Österreichs.

Februar 2012

Trotz des extrem kalten Monatsbeginn sind die Wände des Kesselhauses bereits bis auf eine Höhe von 15 Meter betoniert.

Es freute uns in diesem Monat auch erstmals Gemeinderäte aus Steyr auf der Baustelle als Gäste begrüssen zu dürfen. Wir bedanken uns für Interesse an unserer umweltfreundlichen und zukunftsweisenden Energieerzeugung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jänner 2012

Die Bautätigkeit mitten im Winter erfordert besondere Anstrengungen, aber wir sind auch froh darüber auch in der für die Baukonjunktur schwachen Zeit bis zu 40 Personen Beschäftigung geben zu können.

Mit der 85 cm dicken Betonplatte sind bereits die Auflagerplatten für den Kessel mit einbetoniert worden. Jede dieser Stützen wird bis zu 250 t Kesselgewicht tragen können. Trotz regnerischen und kalten Wetter arbeiten die Baufacharbeiter mitten im Jänner daran die Wanne für den Naßentascher fertig zu stellen. Wir sind sehr stolz auf die bei uns beschäftigten Unternehmen, die sehr gute Arbeit bei der Herstellung der Schalung, beim Stricken der Bewährungseisen und beim Verdichten, Rütteln und Abziehen des Betons leisten.

24 Meter hohe Betonwände für das Biomasseheizkraftwerk zu errichten ist keine leichte Aufgabe. Jedoch haben wir in der Region den Spezialisten für die Schalungstechnik gefunden. Die Firma DOKA. Nicht nur die Schalungen für den Gotthard Basis Tunnel, auch höchste Gebäude der Welt den Burj Khalifa, der Wienerwald-Tunnel, sonder auch unser Bauwerk werden mit dem Schalungs-Know-How gebaut. Das garantiert uns beste Qualität beim Bauwerk, hohe Sicherheit für die Arbeitnehmer in schwindelnder Höhe und schnell zügige Bauzeit. Ein paar Details:

Spezialanker werden in die Schalung eingesetzt, die Wand wird betoniert. Nachdem die Schalung entfernt wird können an diesen Ankern die Bühnen befestigt werden um die Plattform für die nächste Arbeitsebene zu befestigen. Und so weiter klettert die Schalung an der Wand hoch. Und das tolle daran ist, dass diese Spezialanker (hier im Bild noch in der Kiste) aus der Betonwand heraus geschraubt werden und wieder verwendet werden für die übernächste Ebene. Österreichische Spitzenbautechnik für unser Heizwerk.

Dezember 2011

Das Kellergeschoss ist nun bereits fertig betoniert. Die tiefe des Kellers beträgt 5 Meter.

November 2011

Die Baugrube ist nun fertig ausgehoben, wir beginnen mit den Vorbereitungen die Fundamentplatte herzustellen.

Ende November besichtigten Behambergs Bürgermeister Mag. Karl Josef Stegh (Mitte), der Leiter der EVN Amstetten Ing. Johann Eßletzbichler (rechts) und Bioenergie Steyr Geschäftsführer Dr. Andreas Oberhammer (links) die Baustelle des neuen Biomasse-Fernheizkraftwerks.